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Früher, als die Landwirtschaft noch Haupterwerbsquelle der Bevölkerung war, gab es die Unsitte des Marksteinversetzens, um damit die eigenen Felder betrügerisch zu vergrößern.
Ein solcher Tatbestand ist nach mündlicher Überlieferung in einem Prozess zwischen den Gemeinden Gresgen und Blauen verhandelt worden. Dabei ging es darum, dass Gresgener Bürger Marksteine versetzten, während die Blauener Bevölkerung im Tal den Gottesdienst besuchte.
Die Marksteinversetzung war damals eines der schlimmsten Vergehen und wurde sehr streng bestraft.
Die Sage erzählt, dass Männer, die Marksteine versetzt hatten, nach ihrem Tode keine Ruhe fanden und dazu verdammt waren, nachts als brennende Gestalten umherzuirren.
Auch in der Zeller Stadtchronik ist erwähnt, dass solche brennenden Männer in Blitzesschnelle von einem Ort zum anderen fuhren, und den Leuten, die eine Last trugen, darauf sprangen und sich mit fortschleppen ließen.
Danach soll einem Bauern aus Freiatzenbach, der mit einem Sack Mehl von der Zeller Mühle heimkehrte, sich ein solches Gespenst auf den Sack gesetzt haben. Es habe sich – immer schwerer werdend – bis an dessen Haustüre tragen lassen. Als die Frau des Bauern die Türe öffnete, reif sie: „Was Teufels hast du auf dem Sacke?
Da verließ das Gespenst den Bauern, welcher wohl gemerkt hatte, dass er außer dem Mehl einen brennenden Mann getragen hatte.
Die beschriebene Begebenheit ist auch bildlich als Brunnenfigur auf dem Zeller Marktplatz dargestellt.
(Marcher = Marksteinversetzer)
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